22. Horber Werkzeugtag: Gemeinsamer Austausch und Blick in die Zukunft
Auch in diesem Jahr hat sich die Werkzeug- und Kunststoffbranche der Region Südwest traditionell am Campus Horb der DHBW Stuttgart getroffen. Der 22. Horber Werkzeugtag bot erneut eine Plattform für Austausch, Impulse und Zukunftsthemen rund um die Themen Werkzeugbau, Kunststofftechnik und Industrieautomatisierung.
In seiner Einführung verdeutlichte der Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Oliver Keßling die Bedeutung gut ausgebildeter Fachkräfte für die Zukunft der Industrie. Das Studium der Studienrichtung Kunststofftechnik im Studiengang Maschinenbau bietet hierfür optimale Möglichkeiten.
Vielfältiges Vortragsprogramm im Zeichen der Zukunftsfähigkeit
Im Mittelpunkt des diesjährigen Programms stand die Frage, wie eine wirtschaftliche Werkzeug- und Kunststoffproduktion in Deutschland und Europa auch künftig möglich bleibt. Die Teilnehmenden waren sich einig: Effizienz, Automatisierung und Digitalisierung sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Die Vorträge gaben praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen und innovative Lösungsansätze der Branche.
Automatisierung auf dem Vormarsch
Robert Winterhalder von der Weißer + Grießhaber GmbH präsentierte hochautomatisierte Produktionsprozesse und zeigte, wie stark die Automatisierung in seinem Unternehmen bereits vorangeschritten ist: Inzwischen übersteigt die Zahl der Automationssysteme sogar die der Spritzgießmaschinen.
Werkzeugdaten intelligent nutzen
Stefan Jäger, ARBURG GmbH + Co KG, stellte eine Lösung vor, um Werkzeugdaten systematisch zu erfassen und direkt in die Maschinensteuerung einzubinden. Dies ermöglicht Transparenz, Prozesssicherheit und neue Optimierungsmöglichkeiten.
Schwierige Zeiten und jetzt?
Stephan Berz und Ralf Dürrwächter vom Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e. V. VDWF gaben einen Überblick über die Aktivitäten des Verbandes. Sie zeigten auf, wie der VDWF die Interessen der Werkzeugbauer in Politik, Wirtschaft und Bildung vertritt und mit welchen Herausforderungen sich die Branche aktuell beschäftigt.
Effiziente Rüstprozesse dank Schnellkupplung
Daniel Maurer, aus dem Hause STÄUBLI, präsentierte eine neue Schnellkupplungslösung für die Kühlmittelzufuhr. Diese ermöglicht deutlich schnellere Werkzeugwechsel und unterstützt Unternehmen dabei, flexibler auf wechselnde Anforderungen zu reagieren.
Innovative Werkzeugsysteme für große Stückzahlen
Rainer Armbruster, FOBOHA Molding Solutions, stellte unter anderem Werkzeugsysteme mit Cube-Technologie vor. Diese Technologie amortisiert sich besonders bei hohen Stückzahlen und kann die Zykluszeiten erheblich verkürzen.
Simulation als Erfolgsfaktor in der Werkzeugentwicklung
Timo Gebauer von Sigmasoft Virtual Molding Europe verdeutlichte den Nutzen der frühzeitigen Integration von Simulationen in die Werkzeugentwicklung. Durch die virtuelle Abbildung der Prozesse können Werkzeuge optimal ausgelegt, Fehler frühzeitig erkannt und Kosten deutlich reduziert werden.
Fazit: Zukunft gestalten – gemeinsam und vernetzt
Der 22. Horber Werkzeugtag zeigte einmal mehr, welche Innovationskraft in der regionalen Werkzeug- und Kunststoffbranche steckt. Die Veranstaltung bot eine ideale Gelegenheit, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, neue Impulse zu setzen und gemeinsame Wege für die Zukunft zu definieren.
Wir danken allen Referenten sowie allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und freuen uns bereits auf den 23. Horber Werkzeugtag, der am 28.01.2027 stattfinden wird.
Einen aktuellen Überblick zu unseren Veranstaltungen erhalten Sie unter https://www.iket-horb.de/kunststoff-polymer-veranstaltungen/.











(C) IKET
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